Stillen und Muttermilch

Alles rund ums Stillen

Das eigene Baby stillen zu können ist der größte Wunsch vieler Mütter. Dieser erfüllt sich aber leider nicht in jedem Fall. Sollte es einfach nicht klappen wollen sind Schuldgefühle und ein schlechtes Gewissen aber nicht angebracht.

 

Mutter beim Stillen

Das eigene Baby stillen zu können ist für viele Frauen der Inbegriff der Mutterschaft

 

Babys stillen

Die beste, gesündeste und nebenbei auch noch preiswerteste Ernährung für ein Baby ist und bleibt die Muttermilch. Die Muttermilch passt sich den Bedürfnissen des Babys automatisch an, so ist sie kurz nach der Geburt besonders Vitamin- und Eiweißhaltig, je älter ein Baby wird, desto dickflüssiger und nährstoffreicher wird sie. Außerdem enthält sie mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die sehr wichtig für die Entwicklung des Gehirns ist und auch Abwehrkörper der Mutter. Dies ist sehr wichtig, da die Neugeborenen noch kein eigenes, ausgereiftes Immunsystem haben. Wichtig zu wissen ist auch, dass beim Stillen Ernährung der Mutter eine große Rolle spielt. So sollte z.B. auf blähende Lebensmittel verzichtet werden, da diese auch bei dem Baby zu Blähungen führen können. Außerdem sollten stillende Mütter auf eine ausreichende Versorgung mit Jod achten.

 

Mutter beim Stillen

Die Muttermilch passt sich den Bedürfnissen des Babys automatisch an, so ist sie kurz nach der Geburt besonders Vitamin- und Eiweißhaltig, je älter ein Baby wird, desto dickflüssiger und nährstoffreicher wird sie

 

Die richtige Stillposition

Beim Stillen sollen sich die Mutter und auch das Baby wohlfühlen. Um eine geeignete, angenehme Position zu finden, ist ein wenig Übung nötig. Ein Stillkissen kann dabei sehr hilfreich sein, denn sowohl die Mutter, als auch das Baby können sich darauf legen und so das Stillen erleichtern. Wenn die Mütter das Baby stillen, fühlen sich manche Väter oftmals ein wenig überflüssig oder benachteiligt, da sie dazu nicht in der Lage sind. Doch sie können ihren Partnerinnen in der Zeit andere Aufgaben abnehmen, indem sie z.B. in der Zeit ein wenig aufräumen oder kochen.

 

Mutter beim Stillen mit der Flasche

Sollte es mit dem Stillen partout nicht klappen wollen sollte sich keine Mutter schämen oder mit Schuldgefühlen plagen wenn auf die Flasche umgestiegen wird

 

Probleme beim Stillen

Wenn die Mutter Probleme beim Stillen hat, kann sie innerhalb des ersten Jahres ihre Hebamme um Rat fragen oder sich bei einer Stillberatung Hilfe holen. Vor allem bei einem starken Milcheinschuss kann es zu einer Brustentzündung kommen. Diese entsteht, wenn das Angebot größer ist als die Nachfrage, das heißt, wenn mehr Milch produziert wird, wie das Baby momentan trinkt. Eine Milchpumpe kann bei diesem Problem Abhilfe schaffen. Die abgepumpte Milch kann man im Gefrierschrank bis zu 3 Monate aufbewahren.
Die Milch abzupumpen ist auch eine gute Alternative für Mütter, die kurz nach der Geburt schon wieder arbeiten gehen und auch für sogenannte Frühchen, die meist zu schwach sind, um an der Brust selbst zu trinken. Sollte das Stillen aber partout nicht klappen wollen, sollte man sich auch keinen Druck machen oder sich sogar mit Schuldgefühlen quälen. Das Umstellen auf die Flasche ist hier ein absolut gerechtfertigtes Mittel wessen man sich nicht schämen sollte.